Getting Results from Crowds – Rise of Crowdsourcing

The Rise of Crowdsourcing

Im ersten Teil des Blogeintrags wird anhand der Buchbeschreibung Getting Results from Crowds – the definitive guide to using crowdsourcing to grow your business” der Autoren Ross Dawson und Steve Bynghall der Ursprung der Freelancing Plattformen erläutert. Der zweite Teil soll die Leser in die Benutzung von Serviceseiten wie Elance.com einführen. Dawson und Bynghall haben dafür etliche Tipps und Tricks zusammengetragen, die den Einstieg erleichtern und Anfängerfehler reduzieren. Im dritten Teil des Reviews wird die Wichtigkeit des Aufbaus von Beziehungen zwischen Auftraggebern und Freelancern beschrieben.

The Rise of Crowdsourcing

Bereits im Jahr 1714 hat die britische Regierung für die exakte Bestimmung des Längengrades bei der Schifffahrt auf die Crowd zugegriffen. Sie schrieben einen Wettbewerb aus, der dem Erfinder einen Preis von 20.000 Pfund (heutiger Wert über 2 Millionen Dollar) zusprach.
1997 unterstützten Fans der Rock Band Marillion deren US Tour mit 60.000 Dollar, aufgebracht ausschliesslich über das Internet. Beide Beispiele zeigen den erfolgreichen Weg, den Status Quo zu umgehen. Im ersten Fall waren erstmals nicht nur „Experten“ angesprochen, um eine Lösung zu finden. Im zweiten Fall umging die Band die Macht der Recordlabels und begründete somit gleichzeitig das Crowdfunding.

Heutzutage stellen solche Beispiele keine Seltenheit mehr dar. Auf der Plattform Kickstarter.com können Fans bzw. Interessierte Projekte finanzieren und erhalten als „Entlohnung“ das fertige Produkt. Soll z. B. ein Film gedreht werden, bekommen die Investoren am Ende der Produktion den Film als DVD zugeschickt. So können gut und gerne einige Millionen Dollar von zehntausenden Supportern zusammenkommen (Veronica Mars z. B. erhielt auf Kickstarter 5,7 Millionen Dollar von 91.585 Fans).

The Rise of the Elance Economy

1998 legten Thomas Malone und Robert Laubacher im Harvard Business Review mit dem Artikel The Dawn of the E-Lance Economy den Grundstein für Freelancing Plattformen wie Elance.com, die nur ein Jahr später gegründet wurde. Elance ist eine Plattform, auf der Auftraggeber und Auftragnehmer auf einfache Weise zusammenfinden und zusammenarbeiten können. Nach neusten Zahlen (Juli 2013) bieten alleine auf dieser Seite rund 700.000 individuelle Auftragnehmer und knapp 96.000 Freelancing Unternehmen ihre Dienste an.

Kurz nach der Gründung von Elance folgten weitere Serviceplattformen wie z. B. oDesk.com und Freelancer.com, die sich durch zusätzliche Features wie Team-Software und Monitoring-Applikationen vom Marktführer abgrenzten. oDesk beschäftigt laut crunchbase beispielsweise 110 Mitarbeiter und konnte in vier Finanzierungsrunden insgesamt 44 Millionen Dollar aufbringen.

Im Jahre 2005 führte Amazon mit Mechanical Turk die erste Microtask-Plattform ein. MTurk sollte ursprünglich ausschliesslich intern dafür sorgen, dass Produkte nicht mehrfach publiziert werden. Als das Potenzial der Plattform erkannt wurde, hat Amazon die Seite auch für Aussenstehende geöffnet. Heutzutage stehen zu jedem beliebigen Zeitpunkt ca. 300.000 HITs (Human Intelligence Tasks, d. h. kleinste Aufgaben, die von Personen auszuführen sind) zur Bearbeitung bereit, an denen MTurk-Worker rund um die Uhr arbeiten. Oft wird Amazons MTurk auch als digitaler Sweatshop bezeichnet. Auf die Pros und Cons wird in einem späteren Blogartikel genauer eingegangen.

The Rise of Platform Specialization

Obwohl sich auf den Freelancing Plattformen wie Elance und oDesk nahezu jegliche Aufgabe crowdsourcen lässt, bildeten sich in letzter Zeit standardisierte Services wie 99designs oder Content.de, die dem Auftraggeber viel Aufwand abnehmen. Diese Plattformen prüfen beispielsweise die Qualität der Freelancer oder fixieren die Höhe des Entgelts, sodass keine Preisverhandlungen anfallen. Einige dieser spezialisierten Freelancing-Plattformen werden in zukünftigen Blogposts genau unter die Lupe genommen und auf Vor- und Nachteile getestet.

 

Autor: Jérôme Schwarzkopf, St. Gallen

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